Joseph Beuys und der Nationalsozialismus.

Der Beuys-Mythos: Erlösung statt Aufarbeitung.
Vortrag und Diskussion mit dem Beuys-Biografen
Hans Peter Riegel

Museum Schloss Moyland
Sonntag, 18.10.2026 / 14:00-15:30 Uhr

Joseph Beuys gilt bis heute vielen als Künstler der demokratischen Erneuerung und als
exemplarischer Bewältiger deutscher Vergangenheit. Hans Peter Riegel widerspricht dem
entschieden.
In seinem Vortrag vertritt Riegel die Ansicht, dass Beuys’ Denken nicht als Bruch mit
völkischen Traditionen verstanden werden kann, sondern in wesentlichen Teilen an sie
anschließt. Schlüssel hierzu sei Beuys’ Fixierung auf die rassistisch grundierte
deutschtümelnde Anthroposophie.


Von dieser These ausgehend fragt Riegel, ob die kunsthistorische Deutung haltbar sei,
Beuys habe mit seiner Kunst einen Beitrag zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus
geleistet. Riegel widerspricht damit der Auffassung anderer Experten.


Damit stellt Riegel auch den Anspruch des Museums Schloss Moyland infrage, in seinem
sogenannten «Laborraum» eine «kritische Aufarbeitung der Geschichte des Künstlers
Joseph Beuys und seiner Rolle im Nationalsozialismus» zu leisten.

Joseph Beuys und der Nationalsozialismus. kleveguide.de


Damit stellt Riegel auch den Anspruch des Museums
Schloss Moyland infrage, in seinem sogenannten
«Laborraum» eine «kritische Aufarbeitung der Geschichte
des Künstlers Joseph Beuys und seiner Rolle im
Nationalsozialismus» zu leisten.

14.00–14.15 Uhr: Begrüßung und Einführung
Dr. Alexander Grönert

14.15–15 Uhr: Vortrag Hans Peter Riegel

15–15.30 Uhr: Diskussions- und Fragerunde
mit Dr. Alexander Grönert, Hans Peter Riegel
und Publikum

Museum Schloss Moyland
Am Schloss 4
47551 Bedburg-Hau

https://moyland.de/veranstaltungen

Medienanfragen bitte an:

Riverside Publishing
Tanja Hollenstein
th@riverside-publishing.com
+41 79 681 32 66

Hans Peter Riegel

Er gilt als Kritiker des Beuys Mythos und hat die bis heute umfangreichste, in vier Bänden

Hans Peter Riegel kleveguide

erschienene Biografie zu Joseph Beuys verfasst. Als Freund und Assistent des Beuys-
Schülers Jörg Immendorff gehört Riegel zu den sehr wenigen Beuys-Experten, die den

Künstler persönlich kannten und ihn über viele Jahre aus nächster Nähe erlebten.

Seine Recherchen förderten bislang weitgehend unbeachtete Verbindungen zu
ehemaligen Nationalsozialisten, deutschnationalen Kreisen und der Anthroposophie
zutage. Riegel hinterfragt damit grundlegend das etablierte Bild von Beuys als politisch
linkem Künstler und gesellschaftlichem Erneuerer. Seine Erkenntnisse eröffnen eine
kritische Neubewertung einer der einflussreichsten Künstlerfiguren des 20. Jahrhunderts.

Aufgrund ihrer gründlichen Recherche sowie der umfangreichen Quellenangaben bildet
sie eine zentrale Stütze der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Beuys.

Hans Peter Riegel studierte Visuelle Kommunikation, Fotografie, Film, Kunstwissenschaft
und Philosophie. Neben zahlreichen Beiträgen zu kunsthistorischen Themen verfasste er
auch eine Biografie über den Beuys-Schüler Jörg Immendorff. Im November dieses
Jahres wird er als Herausgeber und Übersetzer eine Biografie über Marina Abramović
veröffentlichen.

Er ist als Autor, Kurator, Medienkünstler sowie Medienunternehmer tätig
und lebt in Zürich.

www.hans-peter-riegel.com

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